Schlichter am Bau in Hannover – Konflikte sachlich lösen
Konflikte am Bau entstehen häufig durch unterschiedliche technische Bewertungen, Baumängel oder strittige Kosten. Als sachverständige Schlichterin unterstütze ich die Beteiligten dabei, den Sachverhalt fachlich einzuordnen und eine außergerichtliche Lösung zu erarbeiten – in Hannover und Region sowie in Niedersachsen.
Was macht ein Schlichter am Bau?
Eine Schlichterin am Bau unterstützt die Beteiligten dabei, technische Streitfragen sachlich zu klären und unterschiedliche Positionen gegenüberzustellen. Grundlage ist eine unabhängige fachliche Bewertung des jeweiligen Sachverhalts. Ziel ist es, gemeinsam einen nachvollziehbaren Lösungsweg zu entwickeln und eine gerichtliche Auseinandersetzung möglichst zu vermeiden.
Die Schlichtung ersetzt keine Rechtsberatung und keine gerichtliche Entscheidung.
Typische Konflikte am Bau
Konflikte über Architektenleistungen oder Honorarabrechnungen
Unterschiedliche Auffassungen über den vereinbarten Leistungsumfang, zusätzlich erbrachte Leistungen oder die Höhe des Architektenhonorars können zu Konflikten führen. Eine fachliche Prüfung der Leistungen und der Honorarabrechnung kann helfen, die strittigen Positionen nachvollziehbar einzuordnen und eine sachliche Grundlage für eine Einigung zu schaffen.
Wenn aus unterschiedlichen Auffassungen ein Baustreit wird
Bei Bauprojekten treffen technische Anforderungen, vertragliche Vereinbarungen und unterschiedliche Interessen aufeinander. Oft lässt sich ein Konflikt leichter lösen, wenn zunächst der technische Sachverhalt geklärt wird.
Baumängel
Ist eine Bauleistung mangelhaft oder entspricht sie den anerkannten Regeln der Technik? Eine sachliche Untersuchung kann helfen, unterschiedliche Bewertungen einzuordnen.
Streit über die fachgerechte Ausführung
Auftraggeber und ausführendes Unternehmen beurteilen die Qualität einer Leistung nicht immer gleich. Technische Anforderungen und die tatsächlich ausgeführte Leistung werden nachvollziehbar gegenübergestellt.
Kosten einer Mängelbeseitigung oder Sanierung
Bei der Beseitigung von Schäden können verschiedene technische Lösungen und erhebliche Kostenunterschiede entstehen. Die möglichen Maßnahmen können hinsichtlich Erforderlichkeit und technischer Eignung eingeordnet werden.
Umfang der Nachbesserung
Nicht nur das Vorliegen eines Mangels kann strittig sein. Auch über Art und Umfang einer erforderlichen Nachbesserung bestehen häufig unterschiedliche Auffassungen.
Unterschiedliche technische Bewertungen
Gutachten, Stellungnahmen oder Einschätzungen der Beteiligten können voneinander abweichen. Im Rahmen der Schlichtung werden die technischen Positionen strukturiert betrachtet und Unterschiede herausgearbeitet.
Verantwortlichkeit bei Bauschäden
Bei Feuchtigkeit, Rissen oder anderen Schäden kommen häufig mehrere Ursachen infrage. Eine fachliche Ursachenanalyse kann dazu beitragen, die Diskussion auf eine belastbare technische Grundlage zu stellen.
Was kann eine Schlichtung erreichen?
Technische Fragen klären – Lösungen ermöglichen
Eine Schlichtung entscheidet nicht, wer einen Rechtsstreit gewinnen würde. Sie soll vielmehr helfen, den Konflikt auf die tatsächlich relevanten technischen und wirtschaftlichen Fragen zurückzuführen.
Sachverhalt versachlichen
Technische Feststellungen werden von persönlichen oder wirtschaftlichen Interessen getrennt betrachtet.
Technische Fragen klären
Strittige Ausführungen, Schäden oder Sanierungsmaßnahmen können fachlich untersucht und eingeordnet werden.
Positionen gegenüberstellen
Die unterschiedlichen Auffassungen der Beteiligten werden nachvollziehbar dargestellt. Dadurch wird sichtbar, wo tatsächlich Übereinstimmung besteht und welche Punkte noch strittig sind.
Lösungswege entwickeln
Auf Grundlage der technischen Feststellungen können mögliche Vorgehensweisen für Nachbesserung, Sanierung oder weitere Abstimmung entwickelt werden.
Aufwand einer Auseinandersetzung begrenzen
Gelingt eine außergerichtliche Verständigung, können Zeit und Kosten eines länger dauernden Rechtsstreits vermieden oder reduziert werden.
Grundlage für eine Einigung schaffen
Eine nachvollziehbare technische Bewertung kann den Beteiligten helfen, eine eigenverantwortliche Vereinbarung über das weitere Vorgehen zu treffen und die Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten.
Die Entscheidung bleibt bei den Beteiligten
Anders als in einem Gerichtsverfahren bestimmen die Beteiligten selbst, ob sie einer Lösung zustimmen. Kommt keine Einigung zustande, bleibt der Rechtsweg weiterhin offen.

Was kostet ein Rechtsstreit vor Gericht?
Bei einem Streitwert von 15.000 € beträgt das Kostenrisiko eines erstinstanzlichen Zivilprozesses bei vollständigem Unterliegen bereits rund 5.600 € – noch ohne Kosten eines gerichtlichen Sachverständigen.
Was bleibt am Ende tatsächlich übrig?
Beispiel: Sie machen 15.000 € gerichtlich geltend und einigen sich im Gerichtsverfahren auf 7.500 €. Nach den gesetzlichen Kosten für den eigenen Anwalt und den anteiligen Gerichtskosten bleiben davon nur rund 4.100 € übrig.*
Hinzu kommt Ihr eigener Zeitaufwand: Unterlagen zusammenstellen, Sachverhalte aufbereiten, Schriftsätze abstimmen und Gerichtstermine wahrnehmen.
Der Ausgang eines Gerichtsverfahrens bleibt zudem unsicher. Selbst ein gewonnenes Verfahren bedeutet nicht automatisch, dass die zugesprochene Forderung tatsächlich bezahlt wird. Wird die Gegenseite während oder nach dem Verfahren zahlungsunfähig, besteht zusätzlich ein Insolvenz- und Vollstreckungsrisiko.
Eine Schlichtung setzt früher an – bevor Zeit- und Prozesskosten das wirtschaftliche Ergebnis deutlich reduzieren.
*Vereinfachtes Berechnungsbeispiel bei Kostenaufhebung, erste Instanz, ohne Sachverständigenkosten.
Wann ist eine Schlichtung am Bau sinnvoll?
Eine sachverständige Schlichtung kann insbesondere sinnvoll sein:
- wenn technische Fragen den Kern des Konflikts bilden,
- wenn unterschiedliche Auffassungen über Mängel oder Schäden bestehen,
- wenn über Nachbesserung oder Sanierungsmaßnahmen gestritten wird,
- wenn die Beteiligten weiterhin an einer außergerichtlichen Lösung interessiert sind,
- wenn vor einem Rechtsstreit zunächst eine fachliche Verständigung versucht werden soll.
Baubegleitende Schlichtung – Konflikte frühzeitig klären
Eine Schlichtung kann bereits vor Beginn eines Bauvorhabens vereinbart und während der Bauausführung begleitend eingesetzt werden. Bei Meinungsverschiedenheiten steht damit frühzeitig ein neutraler Ansprechpartner zur Verfügung.
So können Konflikte zwischen Bauherrn, Unternehmen, Architekten und weiteren Beteiligten geklärt werden, bevor sie eskalieren, den Bauablauf verzögern oder zu einem Rechtsstreit führen.
Ziel ist eine sachgerechte, zügige Lösung, bei der die Beteiligten Einfluss auf das Ergebnis behalten und die Zusammenarbeit auf der Baustelle möglichst fortgesetzt werden kann.
Wie läuft eine Schlichtung ab?
1. Konflikt und Fragestellung klären
Zunächst wird geklärt, worüber zwischen den Beteiligten Uneinigkeit besteht und welche technischen Fragen für eine Lösung relevant sind.
2. Unterlagen sichten und Sachverhalt untersuchen
Vorhandene Verträge, Pläne, Fotos, Schriftverkehr und technische Unterlagen werden berücksichtigt. Wenn erforderlich, erfolgt zusätzlich ein gemeinsamer Ortstermin.
3. Fachliche Einordnung und Schlichtungsgespräch
Die technischen Feststellungen und die unterschiedlichen Positionen werden gemeinsam besprochen. Strittige Punkte werden möglichst klar voneinander abgegrenzt.
4. Lösungsansätze entwickeln
Auf Grundlage der technischen Bewertung werden mögliche Lösungswege erörtert. Die Ergebnisse können – abhängig von der vereinbarten Aufgabenstellung – dokumentiert werden.
Häufige Fragen
- Was macht ein Schlichter am Bau?
Eine Schlichterin unterstützt die Beteiligten bei der sachlichen Klärung technischer Konflikte. Sie untersucht die relevanten Fragestellungen, ordnet unterschiedliche Positionen fachlich ein und unterstützt bei der Entwicklung möglicher Lösungswege.
- Was ist der Unterschied zwischen Schlichtung, Mediation und Gutachten?
Ein Gutachten beantwortet konkrete fachliche Fragestellungen. Bei einer Mediation steht der strukturierte Kommunikations- und Einigungsprozess zwischen den Beteiligten im Vordergrund. Bei der hier angebotenen sachverständigen Schlichtung bildet die technische und bauliche Einordnung des Konflikts eine wesentliche Grundlage für die Suche nach einer außergerichtlichen Lösung.
Hier geht es zu Baugutachten und Bauschadengutachten
- Wann ist eine Schlichtung sinnvoll?
Eine Schlichtung kommt insbesondere infrage, wenn technische Fragen strittig sind und die Beteiligten grundsätzlich bereit sind, nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Sie kann sowohl bei laufenden Bauvorhaben als auch nach Fertigstellung sinnvoll sein.
- Können Rechtsanwälte an einer Schlichtung teilnehmen?
Ja. Insbesondere bei bereits bestehenden rechtlichen Auseinandersetzungen kann die Einbindung der Rechtsanwälte der Beteiligten sinnvoll sein. Die rechtliche Beratung bleibt dabei Aufgabe der jeweiligen Rechtsanwälte.
- Was kostet eine Schlichtung am Bau?
Die Kosten richten sich nach Umfang und Komplexität des Konflikts, den erforderlichen Unterlagen, einem möglichen Ortstermin und dem Umfang der Schlichtungsgespräche. Der erforderliche Leistungsumfang wird vor Beginn der Tätigkeit abgestimmt.
Baustreit außergerichtlich klären
Sie möchten einen Konflikt am Bau sachlich klären und prüfen, ob eine außergerichtliche Verständigung möglich ist?
In einem ersten Kontakt kann geklärt werden, worum es bei dem Konflikt geht und ob eine sachverständige Schlichtung für die konkrete Situation geeignet ist.
Ich unterstütze Bauherren, Eigentümer, Unternehmen und weitere Baubeteiligte bei technischen Konflikten in Hannover und Region sowie in Niedersachsen.


